Kutterhäfen
Fisch vom Kutter auf Fehmarn: Burgstaaken, Fischer und Verkaufszeiten
Fangfrischen Fisch gibt es auf Fehmarn nach Angaben der Inseltouristik täglich morgens von etwa 7 bis 10 Uhr an der kleinen Pier im Hafen Burgstaaken, direkt von den Fischern der Insel.

Diese Zeiten stehen auf einer undatierten Seite, und sie sind nicht die einzigen. Ein älterer Eintrag auf dem Portal Fisch vom Kutter nennt für Arne Fröse und seinen Kutter „California“, Kennzeichen BUR 14, einen Verkauf je nach Wetterlage täglich ab 8.30 Uhr am Steg 1. Beide Angaben widersprechen sich nicht grundsätzlich, zeigen aber, wie beweglich der Direktverkauf ist. Fest steht, dass Burgstaaken am 29. September 2026 auf der Anlandeliste des Portals stand, als einziger Hafen der Insel. Wer früh da ist und am Tag selbst fragt, hat die besten Chancen. Mehr Planbarkeit bieten zwei Adressen, die nicht vom Morgen am Steg abhängen: die Fischbude der Inselfischer und der Laden der Fischergenossenschaft.
Die Inselfischer Fehmarn
Frederik Otten und Arne Fröse nennen ihren Betrieb einen der letzten traditionellen Ostseefischereibetriebe. Der Kutter „California“ fischt vor allem mit Stellnetzen und Reusen, der Kutter „Tümmler“ fährt im Sommer mit Gästen zum Schaufischen und fischt im Winter selbst. Zu den Fangmethoden zählen außerdem das Schleppnetz und die Bundgarnfischerei, eine alte Form der Reusenfischerei mit fest verankerten Netzen. Auf der Liste ihrer Arten stehen Aal, Dorsch, Steinbutt, Glattbutt, Scholle, Flunder, Kliesche, Hering, Meerforelle, Lachs und Makrele.

Feste Verkaufszeiten für Frischfisch haben die Inselfischer nicht, bestellt wird per SMS oder WhatsApp. Auf ihrer Website schreiben sie, die Marktlage für Frischfisch sei derzeit sehr unübersichtlich, deshalb solle man direkt bei Arne oder am Tag selbst am Fischwagen fragen. Verlässlich ist dagegen die Fischbude im Hafen: Von April bis Oktober hat sie täglich von 11 bis 17.30 Uhr geöffnet, mit Fischbrötchen, Bratfisch und Räucherfisch wie Aal, Makrele, Forelle und Stremellachs. Bezahlen lässt sich dort auch mit Karte.
Die Fischergenossenschaft und ihr Lädchen
Seit dem 9. Mai 1949 gibt es die Fischergenossenschaft Fehmarn im Hafen Burgstaaken. Sie verkauft den Fang ihrer Mitglieder, besorgt Netze, Tauwerk und Ausrüstung und bringt Überschüsse auf Fischauktionen. Nach eigenen Angaben fahren tagtäglich bis zu neun Fischer mit ihren Kuttern von hier hinaus. Ihre Fanggründe liegen fast alle nah an der Insel, gefangen werden Dorsch, Flunder, Scholle, Steinbutt, Glattbutt und Meerforelle. Nur für Hering und Sprotte fahren die Boote in Häfen auf Rügen und Bornholm. 2013 unterschrieb die Genossenschaft eine freiwillige Vereinbarung zum Schutz von Schweinswalen und tauchenden Meeresenten, die sich in Stellnetzen verfangen können.
Seit 1993 gibt es im Hafen das Fehmarnsche Fisch-Lädchen. Es hat montags bis samstags von 10 bis 17.30 Uhr und sonntags von 11 bis 17.30 Uhr geöffnet, mittwochs bleibt es geschlossen. Außerdem betreibt die Genossenschaft eine Räucherei im Hafen und mit Fischers Eishus einen Stand für Eis und Waffeln. Wenn Sie an einem Mittwoch auf die Insel kommen, bleiben nur die Pier am Morgen und die Fischbude der Inselfischer, denn das Lädchen hat dann Ruhetag. Ein Porträt des Genossenschaftsverbands beschreibt die Szene am Hafen so: Bevor die Kutter zurück sind, warten Einheimische und Urlauber schon in Burgstaaken, die Fischer handeln die Preise aus und filetieren vor Ort. Was übrig bleibt, kommt ins Kühlhaus der Genossenschaft und wird weiterverarbeitet. Rezepte für Scholle, Steinbutt und Räucherfisch sammelt die Seite Fischkunde und Fischrezepte.
Was die Quoten übrig lassen
Wie überall in der westlichen Ostsee bleibt die gezielte Fischerei auf Dorsch und Hering 2026 grundsätzlich geschlossen. Die kleinen Beifangmengen beim Dorsch wurden beibehalten, damit die Plattfischfischerei weiterlaufen kann, und die deutsche Schollenquote sank nur leicht um drei Prozent auf 873 Tonnen. Beim Hering dürfen kleine Küstenbetriebe weiterhin begrenzt mit Stellnetzen und Reusen fischen, also genau mit den Geräten, die auch die „California“ an Bord hat. Für Käufer in Burgstaaken bedeutet das: Plattfische und im Frühjahr Hering sind am wahrscheinlichsten, Dorsch ist eine Ausnahme. Wie die Lage an der ganzen Küste aussieht, beschreibt die Seite über die letzten Fischer.
Erlebnishafen Burgstaaken
Burgstaaken ist mehr als ein Fischereihafen. Man kann an den Kuttern entlanggehen, direkt vom Kutter kaufen und in Restaurants und Cafés essen. Vom Hafen starten Bootsfahrten zum Schaufischen und zum Hochseeangeln. In der Nähe liegen das Seenotrettungsmuseum, ein U-Boot-Museum, das Museum Übersee und das Dunkelexperiment, und am alten Silo wirbt eine Kletteranlage damit, Europas höchste toprope-gesicherte Anlage zu sein. Alle zwei Jahre feiert der Hafen ein Hafenfest. Wer sich für das Angeln auf offener See interessiert, findet auf der Seite über das Hochseeangeln an der Nordsee den Vergleich mit der anderen Küste.
Orth und Lemkenhafen
Wer „Fisch vom Kutter Fehmarn“ sucht, landet oft auch bei Orth oder Lemkenhafen an der Westküste der Insel. Für einen Direktverkauf vom Kutter in einem der beiden Häfen fand sich allerdings keine Quelle, weder aus den Jahren 2025 und 2026 noch aus früheren Jahren, und keiner der beiden steht auf der Anlandeliste des Portals Fisch vom Kutter. Diese Seite behauptet deshalb nicht, dass es dort Fisch vom Kutter gibt. Sicher ist die Adresse Burgstaaken an der Südküste.
Über den Kleiderbügel auf die Insel

Wer mit dem Auto, der Bahn oder dem Rad kommt, fährt über die Fehmarnsundbrücke. Gebaut wurde sie ab Januar 1960, eröffnet am 30. April 1963, und sie trägt die Bahnstrecke von Lübeck nach Puttgarden, die Bundesstraße 207 und einen Rad- und Fußweg. Der Sund ist etwa 1.300 Meter breit und wird durch Rampen auf 963 Meter verengt. Die Durchfahrt für Schiffe ist 240 Meter breit und liegt 23 Meter über dem mittleren Wasserstand. Vor der Fahrt lohnt ein Blick in den Seewetterbericht, denn bei Sturm bleiben auch die Fehmarner Kutter im Hafen, und der Morgen an der Pier fällt aus. Ihre Form mit dem Bogen über der Fahrbahn hat ihr den Spitznamen „Kleiderbügel“ eingebracht, und so nennt man sie bis heute.
Verzeichnis
- Fangfrischer Fisch – Fehmarn Tourismus
- Inselfischer Fehmarn – Frederik Otten und Arne Fröse
- Fischbude der Inselfischer – Öffnungszeiten und Angebot
- Fischergenossenschaft Fehmarn – Geschichte und Fisch-Lädchen
- Fischerei der Genossenschaft – Fanggründe und Fischarten
- Burgstaaken bei Fisch vom Kutter – Anlandungen in Burgstaaken
- Erlebnishafen Burgstaaken – WIR FISCHEN.SH, Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein
- Fischereigenossenschaft Fehmarn – Porträt des Genossenschaftsverbands
Häufig gestellte Fragen
Wann gibt es in Burgstaaken Fisch vom Kutter?
Nach Fehmarn Tourismus täglich morgens von etwa 7 bis 10 Uhr an der kleinen Pier im Hafen Burgstaaken. Ein älterer Eintrag auf dem Portal Fisch vom Kutter nennt für den Kutter „California“ je nach Wetter täglich ab 8.30 Uhr am Steg 1. Da beide Angaben undatiert sind, lohnt es sich, am Tag selbst nachzufragen.
Kann man bei den Inselfischern Fehmarn Fisch bestellen?
Ja. Die Inselfischer haben nach eigenen Angaben keine festen Verkaufszeiten für Frischfisch, bestellt wird per SMS oder WhatsApp. Wegen der unübersichtlichen Marktlage empfehlen sie, direkt nachzufragen.
Wann hat das Fisch-Lädchen der Fischergenossenschaft geöffnet?
Montags bis samstags von 10 bis 17.30 Uhr und sonntags von 11 bis 17.30 Uhr, mittwochs ist geschlossen. Das Lädchen liegt im Hafen Burgstaaken und besteht seit 1993.
Wann ist die Fischbude der Inselfischer in Burgstaaken offen?
Von April bis Oktober täglich von 11 bis 17.30 Uhr. Es gibt Fischbrötchen, Bratfisch und Räucherfisch wie Aal, Makrele, Forelle und Stremellachs, bezahlen lässt sich auch mit Karte.
Gibt es in Orth oder Lemkenhafen Fisch vom Kutter?
Dafür fand sich keine Quelle, weder aktuell noch aus früheren Jahren, und keiner der beiden Häfen steht auf der Anlandeliste des Portals Fisch vom Kutter. Wer auf Fehmarn Fisch vom Kutter sucht, fährt nach Burgstaaken.
Welche Fische fangen die Fehmarner Fischer?
Die Genossenschaft nennt Dorsch, Flunder, Scholle, Steinbutt, Glattbutt und Meerforelle aus Fanggründen nahe der Insel. Die Inselfischer zählen zusätzlich Aal, Kliesche, Hering, Lachs und Makrele auf. Dorsch darf 2026 in der westlichen Ostsee allerdings nur als Beifang angelandet werden.
Kann man auf Fehmarn beim Fischen zuschauen?
Im Sommer fährt der Kutter „Tümmler“ der Inselfischer mit Gästen zum Schaufischen hinaus. Auch vom Erlebnishafen Burgstaaken starten Bootsfahrten mit Schaufischen und zum Hochseeangeln.
Seit wann gibt es die Fischergenossenschaft Fehmarn?
Sie wurde am 9. Mai 1949 gegründet. Bis heute verkauft sie den Fang ihrer Mitglieder, beschafft Netze, Tauwerk und Ausrüstung und bringt Überschüsse auf Fischauktionen.